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Die Bedeutung der Winterschen Grunderfahrungen im Mathematikunterricht

Allgemeinbildung und Mündigkeit durch Mathematik

Die Winterschen Grunderfahrungen bieten eine wertvolle Perspektive, um den Mathematikunterricht zu gestalten. Diese basieren auf Heinrich Winters Überlegungen zur Allgemeinbildung, die er als eine Kombination von Wissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Einstellungen definiert, die für alle Menschen von Bedeutung sind. Im Kontext der Demokratie ist Allgemeinbildung ein Schlüssel zur Mündigkeit. Mündige Bürgerinnen und Bürger sind in der Lage, unabhängig und vernünftig zu urteilen. Um dies zu erreichen, muss der Mathematikunterricht dazu beitragen, diese Art von Bildung zu fördern.


Drei Zentrale Grunderfahrungen

Wahrnehmung der Welt: Die erste Grunderfahrung zielt darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler lernen, Erscheinungen aus Natur, Gesellschaft und Kultur mathematisch zu verstehen. Dies beinhaltet das Erkennen des mathematischen Gehalts in alltäglichen Phänomenen und die Anwendung sowie kritische Reflexion von mathematischen Modellierungen. Ein Beispiel hierfür ist die Modellierung von Bevölkerungswachstum mit Exponentialfunktionen.

Mathematik als deduktiv geordnete Welt: Die zweite Grunderfahrung betrifft das Verständnis der Mathematik als ein System geistiger Schöpfungen. Schülerinnen und Schüler sollen die deduktive Methode der Mathematik kennenlernen und begreifen, wie mathematische Objekte beschaffen sind. Hierbei sind verschiedene Repräsentationsformen wichtig, um die abstrakten mathematischen Objekte fassbar zu machen.

Entwicklung von Problemlösefähigkeiten: Die dritte Grunderfahrung geht über die Mathematik hinaus und bezieht sich auf das Erwerben eines breiten Spektrums an heuristischen Fähigkeiten. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Problemlösestrategien zu erkennen und anzuwenden, wobei die Metakognition eine wichtige Rolle spielt.


Crop Master mit Lineal während der Arbeit

Genetisches Prinzip in der Mathematikdidaktik

Das genetische Prinzip in der Mathematikdidaktik bedeutet, dass der Unterricht sich nicht nur am fertigen mathematischen Produkt orientiert, sondern den Prozess der mathematischen Entstehung und Entwicklung in den Fokus rückt. Es gibt zwei Ausprägungen dieses Prinzips: das historisch-genetische und das psychologisch-genetische Prinzip. Das historisch-genetische Prinzip verwendet die originale Entwicklungsgeschichte der Mathematik im Unterricht, während das psychologisch-genetische Prinzip sich an der Entwicklung des Lernenden orientiert.


Um diese komplexen und vielschichtigen Konzepte zu verstehen und erfolgreich im Unterricht anzuwenden, kann es hilfreich sein, auf externe Unterstützung zurückzugreifen. Web Lernen bietet individuelle Nachhilfe und Unterstützung, um Schülerinnen und Schüler in diesen Bereichen zu fördern. Durch gezielte Hilfestellungen und die Vermittlung von Strategien kann das Verständnis für die Winterschen Grunderfahrungen vertieft und die Anwendung des genetischen Prinzips im Mathematikunterricht erleichtert werden. Zudem ist es für Schülerinnen und Schüler zentral, dass sie auch selber in der Lage sind, diese Grunderfahrungen bewusst zu machen.


Brauchst du Hilfe beim Lernen? Hast du Fragen? Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme per Mail info@web-lernen.ch oder auf deinen Anruf unter 076 701 04 71.

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